FShape: die Form des gesamten OCF-Pakets validieren
Ein korrektes XML-Dokument bedeutet noch nicht automatisch, dass ein komplettes Publikationspaket konsistent ist. Das Validierungstool FShape erweitert die Prüfung auf Ordner, Dateien, Manifest-Strukturen und Beziehungen zwischen den Bestandteilen eines OCF.
- Das Paket wird zum Prüfgegenstand
- Welche Strukturen geprüft werden können
- Warum FShape für Automatisierung wichtig ist
1. Das Paket wird zum Prüfgegenstand
RELAX NG, XSD oder Schematron betrachten primär XML-Dokumente. FShape betrachtet das OCF als Container. So kann geprüft werden, ob eine erwartete Datei vorhanden ist, ob ein Ordner fehlt oder ob eine im Manifest genannte Ressource tatsächlich existiert.
2. Welche Strukturen geprüft werden können
- erwartete Ordner und Dateien
- Anzahl und Position bestimmter Bestandteile
- Wurzelelement und Struktur der manifest.xml
- erforderliche Pfade und Attribute
- Referenzen zwischen Manifest und Paketressourcen
- zusätzliche XPath-Bedingungen
Damit wird die Paketform selbst zu einem maschinenlesbaren Qualitätskriterium.

Abbildung 5: FShape prüft Ordner, Dateien, Manifest, Referenzen und Paketbedingungen. Nicht nur das XML-Dokument, sondern die vollständige Form des Containers wird validierbar.
3. Warum FShape für Automatisierung wichtig ist
In automatisierten Publikationsketten führen fehlende oder falsch abgelegte Ressourcen oft erst in späteren Verarbeitungsschritten zu Problemen. FShape verlagert diese Kontrolle an den Anfang. Das Paket kann geprüft werden, bevor Transformationen, Ausgaben oder weitere Services darauf aufbauen.
FShape kann deshalb als Vertrag für die erwartete Paketstruktur verstanden werden.







