OCF-Validierung: XML-Qualität über das einzelne Dokument hinaus

Mit der OCF-Validierung erweitert das Octopus-XML-Framework klassische XML-Prüfungen zu einem umfassenden Qualitätsprozess für komplette Publikationspakete. Neben Schema- und Regelprüfungen können Links, Paketstrukturen und semantische Auffälligkeiten geprüft werden. Die Ergebnisse werden anschließend in einer gemeinsamen Summary zusammengeführt und bis zur konkreten Fundstelle im Dokument nachvollziehbar gemacht.

  1. Mehr als Schema-Validierung
  2. So funktioniert die OCF-Validierung
  3. Mehrere Prüfebenen in einem Lauf
  4. OVP-Profile steuern die Qualitätssicherung
  5. Ergebnisse direkt an der Fundstelle

1. Mehr als Schema-Validierung

Ein XML-Dokument kann formal valide sein und trotzdem Qualitätsprobleme enthalten. Eine externe URL kann nicht erreichbar sein. Eine referenzierte Datei kann im Paket fehlen. Ein Alternativtext kann zwar vorhanden, inhaltlich aber unzureichend sein. Genau deshalb kombiniert die OCF-Validierung mehrere spezialisierte Prüfverfahren.

Das OCF (Octopus Container Format) wird dabei als vollständige Publikationseinheit betrachtet. Inhalt, Medien, Metadaten, Manifest und Verarbeitungsergebnisse können gemeinsam geprüft werden.

2. So funktioniert die OCF-Validierung

Das zu prüfende OCF-Paket und ein OVP-Profil bilden die Eingabe. Das Profil legt fest, welche Prüfverfahren für diesen Lauf aktiv sind. Die einzelnen Validatoren erzeugen ihre Ergebnisse zunächst in ihrem jeweiligen Format. Anschließend werden sie normalisiert und in einer gemeinsamen Summary zusammengeführt.

3. Mehrere Prüfebenen in einem Lauf

Je nach OVP-Profil können unterschiedliche Verfahren kombiniert werden:

  • DTD, XSD oder RELX NG für die formale XML-Struktur
  • Schematron für fachliche und redaktionelle Regeln
  • Linkchecker für Links, Medien und andere Referenzen
  • FShape für die Struktur des gesamten OCF-Pakets
  • KI-Validierung für semantische und kontextabhängige Qualitätsfragen

Diese Ebenen ersetzen sich nicht. Sie ergänzen sich zu einem gemeinsamen Qualitätsbild.

Ablauf der OCF-Validierung vom Paket und Profil über mehrere Validatoren zur Summary und Fundstelle

Abbildung 1: Vom OCF-Paket und OVP-Profil zur gemeinsamen Summary und Fundstelle. Profile steuern die Prüfungen, die Summary vereinheitlicht die Ergebnisse.

4. OVP-Profile steuern die Qualitätssicherung

Die Validierungspipeline selbst bleibt generisch. Welche Regeln und Prüfverfahren gelten, wird durch ein Octopus Validation Profile, kurz OVP, festgelegt. Dadurch können unterschiedliche XML-Formate, Versionen, Kundenanforderungen oder Projektregeln mit derselben Pipeline verarbeitet werden.

Mehr zu OVP-Profilen

5. Ergebnisse direkt an der Fundstelle

Nach der Normalisierung liegen die Ergebnisse in einer gemeinsamen Struktur vor. Für einen Fund können unter anderem Validator, Schweregrad, Meldung, Datei und XML-Location gespeichert werden. Diese Location kann im Viewer-Menü ausgewählt werden, um direkt zur betroffenen Stelle zu navigieren.

Viewer mit XML-Dokument und Validierungsfehlern

Abbildung 2: Im Viewer-Menü wird die Fehlerliste mit der konkreten XML-Fundstelle verbunden.

Die Fehlerliste und die XML-Ansicht bilden damit einen gemeinsamen Arbeitsprozess. Aus einer technischen Meldung wird eine konkrete, nachvollziehbare Korrekturaufgabe.

Mehr zu Summary und Fundstellen