OVP-Profile: Validierung als konfigurierbares Qualitätsprofil
Ein OVP, Octopus Validation Profile, beschreibt, wie ein OCF-Paket geprüft werden soll. Damit werden Prüfregeln nicht fest in die Anwendung eingebaut, sondern als austauschbares Profil organisiert.
- Pipeline und Profil trennen
- Bausteine eines OVP
- Versionierbar und reproduzierbar
1. Pipeline und Profil trennen
Die Pipeline übernimmt das Entpacken, die Verarbeitung, die Ausführung der Prüfungen, die Normalisierung und das erneute Verpacken des OCF. Das OVP bestimmt dagegen die fachliche Prüflogik.
Dadurch kann dieselbe technische Infrastruktur für verschiedene Qualitätsprofile, beispielsweise für TEI, JATS, BITS, DocBook oder projektspezifische XML-Modelle, eingesetzt werden.
2. Bausteine eines OVP
Ein OVP-Profil kann klassische Schemas, Schematron-Regeln, Linkchecker-Konfigurationen, FShape-Regeln und KI-Validierungsregeln enthalten. Die zentrale Profilkonfiguration (Config/profile.xml) legt fest, welche davon in einem konkreten Lauf aktiv sind.

Abbildung 3: Ein OVP bündelt die Prüfregeln eines Qualitätsprofils.
3. Versionierbar und reproduzierbar
Ein OVP kann gemeinsam mit einem Projekt versioniert und archiviert werden. So lässt sich nicht nur dokumentieren, dass ein Paket geprüft wurde, sondern auch nach welchem Qualitätsprofil. Neue Regeln lassen sich ergänzen, ohne die generische Pipeline für jedes Projekt neu entwickeln zu müssen.
Besonders interessant ist die Kombination klassischer Validierung mit KI-Validierung und FShape.







