Fehler in neueren Browsern

(Auszug aus "CSS − Anspruchsvolle Websites mit Cascading Stylesheets" von Rachel Andrew & Dan Shafer)

Auch wenn Sie diese alten Browser guten Gewissens vernachlässigen können, werden Sie feststellen, dass der Umgang mit CSS-Fehlern und Inkonsistenzen ein unvermeidlicher Teil des CSS-Designs ist. Diejenigen unter uns, die gelernt haben, Webseiten mit Tabellenlayouts zu erstellen, mussten zusätzlich die »Tricks« lernen, mit deren Hilfe verschachtelte Tabellen erwartungsgemäß angezeigt wurden. Jetzt, da wir mit CSS arbeiten, müssen wir ebenso die »Tricks« lernen, um mit verschiedenen Browser-Inkompatibilitäten fertig zu werden.

Aktuell wird der Internet Explorer 6 am häufigsten benutzt. Gegenüber den neuesten Versionen von Firefox, Safari und Opera ist das jedoch bereits ein älterer Browser und hat, verglichen mit diesen neuen Versionen, eine lückenhafte CSS-Unterstützung. Auch die älteren Versionen 5 und 5.5 des Internet Explorer, die mit der Benutzung von CSS zusätzliche Schwierigkeiten machen, werden immer noch von einer bedeutenden Anzahl von Benutzern verwendet. So kann es durchaus passieren, dass Seiten in den neuesten Versionen von Safari oder Firefox hervorragend dargestellt werden, während der Internet Explorer die verschiedensten Probleme damit hat. Allerdings sind andere Browser ebensowenig gegen merkwürdige Fehler immun.

Manchmal kann man einen Fehler oder ein anderes Problem umgehen, wenn man das Layout von einem etwas anderen Gesichtspunkt aus angeht. Mit CSS gibt es oft verschiedene Möglichkeiten, dasselbe visuelle Ergebnis zu erzielen. Wenn Sie Ihren Code ein wenig ändern und damit in allen gewünschten Browsern gleichermaßen zum Ziel kommen, ohne sich zu irgendwelchen CSS-Hacks flüchten zu müssen, ist das im Endergebnis weitaus besser, als an der ursprünglichen Herangehensweise festzuhalten und einen Haufen CSS-Hacks einbinden zu müssen, nur damit die Seiten in einem bestimmten Browser korrekt dargestellt werden. Wenn es sich um ein ganz spezielles Problem handelt, kann man mit einer Suche bei Google wahrscheinlich einige Informationen darüber erhalten und oftmals eine einfache Lösung finden.

Falls alle Versuche fehlschlagen und Sie mit Ihrem speziellen Problem bei einem bestimmten Browser nicht weiterkommen, können Sie immer noch einen CSS-Hack oder -Filter in Betracht ziehen und für diesen einen Browser spezielle Regeln definieren, damit er Ihre Seite tatsächlich anzeigen kann. Hacks sollten jedoch nur als letzte Rettung angesehen und so selten wie möglich eingesetzt werden.

Sie sollten Ihre Seiten mit einem Browser entwickeln, der die CSS-Spezifikation möglichst weit unterstützt. Ich entwickle meine Seiten meistens mit dem Firefox, der kurze Entwicklungszyklen hat und einige nützliche Erweiterungen, wie etwa die Web Developers Toolbar. Wenn Sie mit einem standardkonformen Browser arbeiten, sollte am Ende ein Layout herauskommen, das tadellos funktioniert und die Spezifikation erfüllt. Danach können Sie sich auf andere, weniger standardkonforme Browser konzentrieren. Wenn nun ein Darstellungsproblem auftritt, können Sie sich bei diesem Arbeitsablauf darauf verlassen, dass Ihre Ausgangsbasis solide ist: ein Layout mit validem CSS, das in einem bekanntermaßen nahezu standardkonformen Browser korrekt angezeigt wird. Die Fehler des Internet Explorer sind relativ gut dokumentiert. Sollten Sie über einen solchen Fehler stolpern, ist es wahrscheinlich, dass Sie die Antwort auf Ihr Problem mit ein wenig Recherche und Ausprobieren von ein paar Techniken finden werden.

Wenn es in diesem Buch um die Entwicklung von Layouts geht, werden wir den eben beschriebenen Weg einhalten: Zuerst werden wir unsere Seiten mit Firefox entwickeln und dann in anderen Browsern testen. Sollten sich dabei Probleme ergeben, werden wir uns mit CSS-Hacks und Browserunterschieden auseinander setzen.

  

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Tipp der data2type-Redaktion:
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