Was ist CSS nun wirklich?

(Auszug aus "CSS − Anspruchsvolle Websites mit Cascading Stylesheets" von Rachel Andrew & Dan Shafer)

Nachdem wir ausführlich darauf hingewiesen haben, dass CSS der Weg ist, uns von der Schinderei beim Einsatz von Tabellen für das Webseiten-Layout zu befreien, werfen wir nun einen gründlichen Blick darauf.

Der wichtigste Teil in der Bezeichnung Cascading Stylesheets steckt im Anfang des zweiten Wortes: Style, zu deutsch Stil. Cascading (Kaskadierung) tritt erst beim komplexeren Einsatz von CSS auf den Plan, und auch Sheets (Folien) kommen erst später bei fortgeschrittener Anwendung richtig zum Tragen. Wenn wir von Cascading Stylesheets sprechen, wollen wir uns zunächst nicht auf ihre kaskadierende oder folienartige Natur konzentrieren, sondern auf die Rolle, die sie bei der Bauweise von Webseiten und Websites spielen. Anweisungen für die Darstellung von HTML-Elementen, bei CSS Stile genannt, werden in Form von Regeln definiert. Diese sagen dem Webbrowser (der CSS unterstützen muss), wie er bestimmte Inhalte darstellen soll. Dieses Sichtbarmachen nennen wir Rendering.

Um zu verstehen, wie Stilregeln die Darstellung der Seiten beeinflussen, vergegenwärtigen wir uns zunächst, was ohne sie mit einer Webseite passiert.

Normale Browserdarstellung ohne CSS

Abbildung: Normale Browser-Darstellung ohne CSS.

Die obige Abbildung zeigt die übliche Interaktion zwischen einem Client (Webbrowser) und einem Server, auf dem sich eine Webseite befindet. Solange ein Browser keine gegenteiligen Anweisungen erhält, entscheidet er selbst, wie die vom Server übermittelten Informationen beim Benutzer dargestellt werden. Jeder Webbrowser besitzt dafür seine eigenen Voreinstellungen. So wird eine Überschrift erster Ordnung, die zwischen die Elemente <h1> und </h1> geschrieben wird, immer mit einer relativ großen Schrift in schwarzer Farbe dargestellt. Die voreingestellte Schrift kann von Browser zu Browser variieren und zusätzlich durch die Benutzereinstellungen beeinflusst werden.

Die folgende Abbildung veranschaulicht, was passiert, wenn eine Stilregel für einen bestimmten Teil der HTML-Struktur vorhanden ist. Diese Regel überschreibt die Browservorgaben für das Element, und die durch die Regel definierte Stilanweisung übernimmt die Darstellung. Selbst wenn der Benutzer für dieses Element seine eigenen Voreinstellungen im Browser festgelegt hat, kommen diese nicht zum Tragen (obwohl es hier einige Ausnahmen gibt, die wir später noch ansprechen werden).

Browser-Darstellung mit angewandter Stilregel

Abbildung: Browser-Darstellung mit angewandter Stilregel.

  

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